Es ist 2005. Ich sitze völlig mittellos nach einem absoluten Höhenflug im Drogenmilieu hochgradig alkohol- und drogenabhängig in einer geschlossenen Anstalt und habe nicht die leiseste Ahnung, was in meinem Leben eigentlich passiert ist.
Mit 22 Jahren stand ich am Abgrund. Zigaretten und Alkohol bestimmten mein Leben, kurz darauf folgten THC, Amphetamine, Ecstasy, LSD, Kokain und alles, was verfügbar war. Vom Kleindealer zur Beschaffungskriminalität war es kein weiter Weg. Ich kannte es nicht anders und hielt dieses Leben für normal.
Mit dem Entschluss, das zu verändern, begann ein Weg, der mich heute dorthin gebracht hat, wo ich jetzt stehe: in die Arbeit mit Jugendlichen. Heute arbeite ich mit genau den Themen, die ich selbst erlebt habe und weiß, wie diese Dynamiken entstehen, wie sie sich anfühlen und warum klassische Ansätze oft nicht greifen.
Seit über X Jahren halte ich Vorträge und Workshops in Schulen, Einrichtungen und Bildungsträgern und arbeite täglich mit Jugendlichen, Lehrern, Pädagogen und sozialen Einrichtungen. Meine Arbeit basiert auf gelebter Erfahrung, pädagogischer Ausbildung und jahrelanger Praxis in der Jugendarbeit.