Wie findest du deine wahre Berufung, ohne dich ständig im Kreis zu drehen?
Erfahre, warum dein Job dich nicht erfüllt und was sich ändern muss, damit du endlich weißt, was du wirklich willst
Kommt dir das bekannt vor?
Denk mal an deinen Job. Hast du ihn gewählt, weil er "sinnvoll" ist oder weil du ihn wirklich wolltest?
Du denkst dir grad: "Ich weiß aber nicht, was ich stattdessen machen soll".
Dein Job ist ja nicht komplett schlecht. Andere haben es sogar schlimmer. Aber die Arbeit interessiert dich nicht wirklich. Du machst einfach dein Ding, ohne groß nachzudenken. Immerhin, bringt dir dieser Job Geld und hält dich über Wasser.
Du kannst nicht einfach kündigen. Du hast dir eine Karriere aufgebaut, da draußen gibt es Menschen, die an deiner Stelle mehr als nur glücklich wären. Jetzt einfach gehen? Nach all der Zeit? Das macht keinen Sinn.
Also machst du weiter wie bisher. Klapperst deine Aufgaben ab, checkst von Montag bis Freitag ein und wartest nur auf Feierabend... Manchmal fragst du dich:
"Worauf habe ich mich eingelassen?" "Komme ich hier überhaupt noch raus?"
Aber, es ist nicht nur der finanzielle Druck, der dich davon abhält zu gehen. Auch die Angst sich zu verändern. Angst vor dem, was deine Mitmenschen davon halten würden. Deshalb sagst du dir immer wieder: "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt"
Doch, diese Zweifel kommen öfters. Jedes Mal schiebst du sie aber sofort weg. Du sagst es ist die Müdigkeit oder, dass es normal ist, sich nicht durchgehend wohlzufühlen.
Es ist kein großes Problem, worauf du mit dem Finger zeigen kannst. Genau das macht es gefährlich. Es ist stark genug, dass du dir Sorgen machst, aber zu schwach, um eine Veränderung ins Rollen zu bringen.
Und genau so ändert sich... nichts.
Du hast verlernt, auf dich selbst zu hören
Manchmal fühlt sich dein eigenes Leben fremd an. Über die Jahre hast du immer wieder diese leise Stimme gehört, doch jedes Mal hast du sie ignoriert. Deswegen weißt du heute oft garnicht, was du eigentlich wirklich willst.
Also sagst du dir, du bist "noch nicht bereit"... und verlierst dabei jeden Tag ein Stück Zeit. Dieses ständige Hin und Her im Kopf hört einfach nicht auf: "Soll ich gehen?" "Soll ich bleiben?"
Du denkst immer wieder drüber nach... aber kommst zu keiner Antwort, die dich weiterbringt. Genau deshalb bleibst du weiterhin in einem Job, den du eigentlich gar nicht willst.
Wie du deine eigene Stimme verlierst...
Kindheit
Als Kind stellst du keine großen Fragen. Du sagst Dinge wie: "Papa, Mama, ich will Astronaut werden". Keiner sagt dir , dass das nicht geht. Du warst jung, neugierig und einfach... frei.
Jugend
Dann kommt die Schule...
"Sei ruhig"
"Das ist falsch"
"Mach das so, wie wir gesagt haben"
Du wirst gelobt, wenn du dich anpasst und korrigiert wenn du aus der Reihe tanzt.
Erwachsen
Du passt dich an... Jahre später stehst du da und denkst dir:
"Wo bin ich hier gelandet?"
Finde zu dir selbst
SCHRITT 1
Verstehen was wirklich los ist
Du merkst zum ersten Mal, warum sich dein Job anfühlt, wie er sich anfühlt. Zum ersten Mal merkst du: Vieles von dem, was du jeden Tag im Job machst... kommt gar nicht von dir. Es kam aus Sicherheit
SCHRITT 2
Erkennen, was nicht deins ist
Du siehst plötzlich, wie du deine Entscheidungen getroffen hast. Du merkst, wie oft du einfach das genommen hast, was am besten passt, anstatt dem, was du wirklich wolltest.
SCHRITT 3
Wahrheit öffnen
Du fängst an, anders hinzuhören. Du merkst, was sich gut anfühlt... und was nicht mehr. In den kleinen Momenten merkst du es: Ein Arbeitskollege möchte dir einen Auftrag geben, den du nicht machen willst. Du? "Das will ich nicht machen".
Immer öfter merkst du in verschiedenen Situationen:
Das bin ich und das nicht.
SCHRITT 4
Zurück zu dir selbst
Du gehst morgens nicht mehr mit diesem "muss ich wirklich?" Gefühl zur Arbeit. Du arbeitest an Dingen, hinter denen du wirklich stehst und sitzt nicht mehr nur deine Stunden ab.
Deine eigenen Ideen haben plötzlich Gewicht und du setzt sie auch tatsächlich um. Diese tägliche Unsicherheit: "Passt das für mich?" "Ist das mein Weg?" verschwindet... und du weißt:
"Das ist es"
Über Christian Haas: Ich kenne diesen Weg, ich bin ihn selbst gegangen.
Mit 22 Jahren war ich komplett am Ende.
Hochgradig alkohol- und drogenabhängig, garkeine Richtung in meinem Leben und keine Kontrolle darüber, was ich eigentlich tue. Zigaretten, Alkohol, später THC, Amphetamine, Ecstasy, LSD und Kokain - alles, was verfügbar war, wurde Teil meines Alltags. Vom Konsum ging es schnell weiter in Beschaffungskriminalität. Ich kannte es nicht anders…
Durch einen Schicksalsschlag kam der Wendepunkt…In geschlossenen Anstalten hab ich angefangen mich mit mir selbst auseinanderzusetzen:
Warum denke ich so? Warum treffe ich diese Entscheidungen? Warum verliere ich mich immer wieder selbst?
Dieser Prozess hat Jahre gedauert.
Heute arbeite ich seit über 15 Jahren mit Menschen genau an diesen Themen. Ich habe tausende Jugendliche und Erwachsene begleitet, Vorträge und Workshops in Schulen, Einrichtungen und Bildungsträgern gehalten und arbeite täglich mit genau den Themen, die ich selbst erlebt habe.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst zu verlieren und ich weiß, warum so viele Menschen nie wirklich anfangen, das zu hinterfragen.
Am Ende verändert sich nichts, solange du nicht verstehst, warum du dein Leben so lebst, wie du es gerade lebst.
Bereit für den nächsten Schritt?
Du hast das gerade gelesen und weißt, dass es dich betrifft.
Die Frage ist nur:
Bleibt es diesmal wieder nur ein Gedanke… oder machst du diesmal etwas?
Erzähl mir, wo du gerade stehst und wir schauen gemeinsam drauf.