Denk mal an deinen Job. Hast du ihn gewählt, weil er "sinnvoll" ist oder weil du ihn wirklich wolltest?
Du denkst dir grad: "Ich weiß aber nicht, was ich stattdessen machen soll".
Dein Job ist ja nicht komplett schlecht. Andere haben es sogar schlimmer. Aber die Arbeit interessiert dich nicht wirklich. Du machst einfach dein Ding, ohne groß nachzudenken. Immerhin, bringt dir dieser Job Geld und hält dich über Wasser.
Du kannst nicht einfach kündigen. Du hast dir eine Karriere aufgebaut, da draußen gibt es Menschen, die an deiner Stelle mehr als nur glücklich wären. Jetzt einfach gehen? Nach all der Zeit? Das macht keinen Sinn.
Also machst du weiter wie bisher. Klapperst deine Aufgaben ab, checkst von Montag bis Freitag ein und wartest nur auf Feierabend... Manchmal fragst du dich:
"Worauf habe ich mich eingelassen?" "Komme ich hier überhaupt noch raus?"
Aber, es ist nicht nur der finanzielle Druck, der dich davon abhält zu gehen. Auch die Angst sich zu verändern. Angst vor dem, was deine Mitmenschen davon halten würden. Deshalb sagst du dir immer wieder: "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt"
Doch, diese Zweifel kommen öfters. Jedes Mal schiebst du sie aber sofort weg. Du sagst es ist die Müdigkeit oder, dass es normal ist, sich nicht durchgehend wohlzufühlen.
Es ist kein großes Problem, worauf du mit dem Finger zeigen kannst. Genau das macht es gefährlich. Es ist stark genug, dass du dir Sorgen machst, aber zu schwach, um eine Veränderung ins Rollen zu bringen.
Und genau so ändert sich... nichts.